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Je nach Behinderung sind andere Hindernisse zu bewältigen

Ein Hochschulstudium ist auch für Menschen mit körperlicher oder psychischer Beeinträchtigung möglich – vorausgesetzt, gewisse Hindernisse werden beseitigt. Behinderungen können angeboren sein, plötzlich oder schleichend ins Leben treten – auch im Verlaufe des Studiums.

Begriffsverständnis

Der Begriff Behinderung basiert auf der Definition gemäss Behindertengleichstellungsgesetz (Art 2 Abs. 1): Ein Mensch mit Behinderung ist eine Person, der es eine voraussichtlich dauernde körperlich, geistige oder psychische Beeinträchtigung erschwert oder verunmöglicht, alltägliche Verrichtungsarbeiten vorzunehmen, soziale Kontakte zu pflegen, sich fortzubewegen, sich aus- und fortzubilden oder eine Erwerbstätigkeit auszuüben.

Behinderung entsteht gemäss UNO-Behindertenrechtskonvention im Zusammenspiel von Menschen mit Beeinträchtigungen und verschiedenartigen Beschränkungen seitens der Mehrheitsgesellschaft. Und zwar, wenn diese Beschränkungen Menschen mit Beeinträchtigungen an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft (be)hindern.

Behinderungen sind vielfältig, individuell und oft nicht sichtbar

Laut einer Befragung von Studierenden mit Behinderung in Deutschland sind 94 % der gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht auf Anhieb sichtbar – die Mehrzahl der beeinträchtigten Studierenden bleibt also unerkannt, wenn sie es will.

Die Universität Basel sensibilisiert in einem Video für den Studienalltag mit einer Behinderung.

Die verschiedenen Formen von Behinderungen verlangen nach unterschiedlichen Lösungen. Die Informationen sind deshalb nach Formen von Beeinträchtigungen gebündelt:

  • Hörbehinderungen
    Gehörlosigkeit (angeboren oder spätertaubt), Störgeräusche im Innenohr (Tinnitus), Schwerhörigkeit, Hörsturz, ...
  • Sehbehinderungen
    Blindheit (angeboren oder später aufgetreten), Farbenblindheit, eingeschränkte Wahrnehmung unterschiedlicher Ausprägung, ...
  • psychische Beeinträchtigungen
    Depression, Bipolare Störung, Schizophrenie, Angst- und Panikattacken, Persönlichkeitsstörungen (z.B. Borderline), Autismus, ... – oft in Phasen unterschiedlichster Länge und Intensität
  • Körperbehinderungen
    Menschen im Rollstuhl, an Krücken, auf unsicheren Beinen: Para- und Tetraplegiker/innen, zerebrale Lähmung, Spastik, Menschen mit Glasknochen, deformierten oder fehlenden Gliedern, kleinwüchsige Menschen, ...
  • chronische Krankheiten
    Allergien, Asthma, Epilepsie, Rheuma, Neurofibromatose, Morbus Crohn / Colitis Ulcerosa, Diabetes und andere Stoffwechselstörungen, Hämophilie, Narkolepsie, AIDS, Multiple Sklerose, Muskeldystrophie und andere progressive Krankheiten, ...
  • Sprachbehinderungen
    Aphasie, Stimm-, Artikulations- und Sprechrhythmusprobleme wie Stottern, Poltern, ...
  • Lernstörungen
    Dyslexie, Legasthenie, Dyskalkulie, ...
  • Aufmerksamkeitsdefizite
    ADS, ADHS

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Weiterführende Informationen

Zu den verschiedensten Arten von Behinderungen gibt es Selbsthilfeorganisationen – diese beraten Sie gerne.