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Studieren trotz Körperbehinderung

Für Studierende mit körperlichen Beeinträchtigungen gilt es, Barrieren aus dem Weg zu räumen oder noch besser: gar nicht erst entstehen lassen.

  • Barrieren sind vielseitig, so z.B. für Menschen im Rollstuhl oder an Krücken: Türschwellen, Treppenstufen, zu enge Lifte, Sitzreihen und Regalreihen, zu hoch platzierte Schaltknöpfe, zu tiefe Pulte, abgelegener Parkplatz, abgelegene oder nicht rollstuhlgängige Toilette...
  • Achten Sie darauf, dass die Wege zwischen verschiedenen Unterrichtseinheiten möglichst kurz sind – verlängern Sie bei Bedarf die Pause dazwischen.
  • Geben Sie Ihre Unterrichtsmaterialien frühzeitig ab – bei Koordinationsproblemen ermüdet mitschreiben besonders.
  • Ermöglichen Sie einen Assistenzdienst für Notiznahme oder auch Fortbewegung – oder genehmigen Sie das Aufzeichnen der Vorlesung.
  • Erlauben Sie Blinden- und andere Assistenzhunde.
  • Zeigen Sie sich kooperativ bei Abgabeterminen und Prüfungsanpassungen (z.B. Tippen statt von Hand, Zusatzzeit, Pausen bei längeren Prüfungen).
  • Seien Sie offen für Teamarbeit.
  • Gewähren Sie Betroffenen einen speziellen Arbeitsplatz (z.B. unterfahrbaren Tisch).
  • Machen Sie mehr Pausen – verkürzen Sie die Präsenzzeiten.
  • Ermöglichen Sie Selbststudium bei längerem krankheitsbedingtem Unterbruch des Studiums. Stellen Sie das Material zur Verfügung.
  • Organisieren Sie den Hörsaal/Seminarraum so, dass er nahe bei Toilette, Parkplatz und Mensa ist.
  • Gewähren Sie für Prüfungen und andere Leistungsausweise bei Bedarf mehr Zeit, und erlauben Sie Hilfsmittel (z.B. Laptop).
  • Seien Sie offen für Sonderregelungen bezüglich Studienreisen, Praktika etc. – erkundigen Sie sich aktiv bei Betroffenen nach deren Bedürfnissen.

Weiterführende Informationen

Selbsthilfe- und Fachorganisationen