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Studieren trotz Sehbehinderung

Ein Studium trotz Sehbehinderung ist eine grosse Herausforderung. So erleichtern Sie als Bildungsinstitution und Dozent/in Betroffenen den Studienalltag:

  • Suchen Sie das Gespräch mit Betroffenen – wo wünschen sich diese Unterstützung?
  • Achten Sie auf eine verständliche Aussprache, verwenden Sie allenfalls ein Mikrofon.
  • Vermeiden Sie Umgebungsgeräusche: Schliessen Sie Türen und Fenster, und mahnen Sie Ihre Studierenden zur Ruhe.
  • Verwenden Sie in Ihren Unterlagen kontrastreiche, grosse Schriftzeichen.
  • Ermöglichen Sie einen Assistenzdienst (z.B. für Literaturrecherche oder Vorlesen).
  • Erlauben Sie Blinden- und andere Assistenzhunde.
  • Vermeiden Sie visuell bezogen Aussagen («Da sehen Sie...») und nonverbale Hinweise.
  • Achten Sie auf eine gute Beleuchtung im Veranstaltungsraum.
  • Stellen Sie Ihre Unterlagen rechtzeitig in elektronischer Form bereit – die Aufbereitung kostet Zeit.
  • Erlauben Sie bei Leistungsnachweisen entsprechende Hilfsmittel.
  • Geben Sie Literaturangaben frühzeitig bekannt: Das Beschaffen elektronischer Kopien bei den Verlagen braucht Zeit.
  • Verbalisieren Sie schriftliche und visuelle Darstellungen.
  • Fördern Sie Teamarbeit und fordern Sie Anstandsregeln ein (Ausreden lassen, nicht gleichzeitig reden, Passive aktiv mit einbeziehen).
  • Erlauben Sie technische Hilfsmittel und das Aufzeichnen der Veranstaltung.
  • Unterstützen Sie die Studierenden mit genauen Literaturangaben – Querlesen fällt schwer.
  • Beschreiben Sie zu Beginn Ihren Vorlesungsraum, und machen Sie eine kleine Vorstellungsrunde der Teilnehmenden.
  • Schriftliche Vorlagen sind sehr hilfreich – klären Sie ab, in welchem Format diese gewünscht werden.

Weiterführende Informationen

Selbsthilfe- und Fachorganisationen