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Das Gesetz unterstützt benachteiligte Studierende

Die Bundesverfassung (Artikel 8) fordert die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) spezifiziert diese Forderung für die Aus- und Weiterbildung körperlich, geistig und psychisch benachteiligter Personen.

Eine Benachteiligung liegt gemäss BehiG vor, «wenn Behinderte rechtlich oder tatsächlich anders als nicht Behinderte behandelt und dabei ohne sachliche Rechtfertigung schlechter gestellt werden als diese, oder wenn eine unterschiedliche Behandlung fehlt, die zur tatsächlichen Gleichstellung Behinderter und nicht Behinderter notwendig ist.»

Bei der Inanspruchnahme von Aus- und Weiterbildung liegt gemäss BehiG eine Benachteiligung insbesondere vor, wenn

  • die Verwendung behindertenspezifischer Hilfsmittel oder der Beizug notwendiger persönlicher Assistenz erschwert werden
  • die Dauer und Ausgestaltung des Bildungsangebots sowie Prüfungen den spezifischen Bedürfnissen Behinderter nicht angepasst sind