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Nachteile ausgleichen, die aus Behinderungen resultieren

Behinderungen erschweren den Betroffenen das tägliche Leben – auch im Studium. Nachteilsausgleich bedeutet: aus einer Behinderung resultierende Nachteile gezielt auszugleichen. Der Nachteilsausgleich schafft Chancengleichheit zwischen Menschen mit und ohne Behinderung.

Das Gemeinwesen und somit auch die kantonalen und eidgenössischen Hochschulen sind gesetzlich verpflichtet, den besonderen Bedürfnissen behinderter Menschen Rechnung zu tragen – von der Gestaltung der Studiengänge und Unterrichtseinheiten bis hin zum Prüfungswesen. Rechtsprechung und Rechtslehre in der Schweiz anerkennen heute, dass ein Nachteilsausgleich mittels formaler Prüfungsanpassungen zu gewähren ist.

Nachteilsausgleich an einer Hochschule ist ein zentraler, im Qualitätsmanagement eingebetteter Prozess, um die Teilnahme am Studienbetrieb für Studierende mit Behinderung oder chronischen Krankheiten zu ermöglichen. Er umfasst alle Aspekte des Studiums:

Der adäquate Nachteilsausgleich ist abhängig von der Art und Ausprägung der Behinderung. Der individuelle Nachteilsausgleich ist möglichst zu Studienbeginn festzulegen und allen Beteiligten mitzuteilen (Student/in mit Behinderung, Dozierenden und auf Wunsch des/der Betroffenen die Mitstudierenden). Er gilt idealerweise für das gesamte Studium – es sei denn, die gesundheitliche Entwicklung des/der Studierenden erfordere eine Anpassung.

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